MS Selbsthilfegruppe Bernkastel-Wittlich

Grußwort von Dr. Mattes

Forschung und Therapie der Multiplen Sklerose haben vor allem im letzten Jahrzehnt erhebliche Fortschritte gemacht, so dass aufgrund der Einführung der Interferone neben anderen Substanzen wie Glatirameracetat und Mitoxantron zumindest ein rasches Fortschreiten der Krankheit eingedämmt werden kann. Bis heute ist aber leider die letzte Ursache der Krankheit nicht geklärt, dementsprechend erreichen wir mit allen Therapiemaßnahmen bisher auch nicht die Wurzeln des Leidens. Patienten mit Multipler Sklerose leiden bekanntlich nicht nur an körperlichen und neuropsychologischen Hirnleistungsdefiziten, sondern auch an psychischen Beschwerden, dies umfasst vor allem die individuelle Krankheitsverarbeitung.

In der Mithilfe zur Bewältigung der Krankheit zeigt sich der hohe Wert einer jeden Selbsthilfegruppe in Ergänzung zur ärztlichen Behandlung. Der persönliche Austausch der Kranken untereinander stellt eine wesentliche Unterstützung im Lebensalltag dar. Zudem hat der Kranke Zugang zu seriösen Informationen bezüglich neuer Forschungsergebnisse und neuer Therapiemöglichkeiten. Darum ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Neurologen und den Selbsthilfegruppen unbedingt wünschenswert. Nur wenn wir den Patienten in Diagnostik und Therapie als Leib-Seele-Wesen erfassen, werden wir ihm gerecht.

Diese Ziele werden von der MS Selbsthilfegruppe Bernkastel-Wittlich unter ihrem Vorsitzenden Herrn Hauth bereits seit zwei Jahrzehnten zielstrebig verfolgt. Um ein entsprechendes Engagement aufrecht zu erhalten, bedarf es eines ständigen Einsatzes auch im Hinblick auf eine erfolgreiche Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit.

Persönlich wünsche ich der MS Selbsthilfegrppe Bernkastel-Wittlich weiterhin viel Erfolg und sage Ihnen von ärztlicher Seite jederzeit Unterstützung ihrer wertvollen Arbeit zu.